Akzeptanz der Haushalte

STECKDOSEN1

Das Feedbacksystem in Intelliekon wurde von den Teilnehmenden positiv aufgenommen.

Das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Frankfurt befragte die Menschen zur Akzeptanz und Attraktivität der Feedbackinformationen. Diese wurden sehr positiv bewertet, und überwiegend als informativ, nützlich, gut gestaltet und verständlich empfunden. Nur eine Minderheit hatte Befürchtungen wegen Datenschutz und eine noch kleinere Minderheit fand, dass eine Beschäftigung mit dem eigenen Stromverbrauch lästig und zeitraubend sei. Die meisten Befragten zeigten eine klare Bereitschaft Strom einzusparen und das Feedbacksystem konnte sie dabei unterstützen.

BEWERTUNG2"Allerdings führen gut dargestellte und zeitnah gelieferte informationen nicht automatisch zu einer deutlichen Verbrauchsreduktion", betont ISOE-Projektleiter Dr. Konrad Götz. Nicht ganz, aber fast so positiv, wurde die schriftliche Verbrauchsinformation bewertet, die als Alternative zum Webportal angeboten worden war. Vorschläge zur Verbesserung von Feedback von Seiten der Teilnehmer(innen) waren eine Echtzeitauflösung des Verbrauchs im Webportal und eine Geräteaufschlüsselung. Die Bewertung des Internetportals nach einem halben Jahr fiel fast genauso positiv aus wie am Anfang und sogar noch positiver bei den Punkten Informationsgehalt und Nützlichkeit.

Ein Feedbacksystem kann sehr unterschiedlich gestaltet werden. Das Feedbacksystem in Intelliekon hat sich als Variante mit hoher Akzeptanz bewährt. Auch das einfache Angebot einer schriftlichen Verbrauchsinformation ist für bestimmte Zielgruppen sinnvoll.

Eine Zahlungsbereitschaft für Feedbackinstrumente ist vorhanden, fällt jedoch in Abhängigkeit von den monatlichen Kosten sehr unterschiedlich aus.

Ungefähr zwei Drittel der Teilnehmer(innen), die in weiteren Studien des ISOE befragt worden waren, gaben an, dass sie bereit seien, für ein Feedbacksystem zu bezahlen.

SENIOREN1Hatten die Menschen Erfahrung mit dem Feedback sammeln können, so waren sie noch eher bereit, etwas zu bezahlen. Während die Hälfte aller Leute bereit wäre, zwei Euro pro Monat für das Internetportal zu bezahlen sank der Anteil der Zahlungsbereiten bei einem Preis von fünf Euro auf nur noch 6 %. Nur ein Viertel aller Befragten würde auch für die schriftliche Verbrauchsmeldung zwei Euro im Monat bezahlen.

Aus den dargestellten Ergebnissen lassen sich die folgenden Folgerungen ziehen: Eine Zahlungsbereitschaft für Feedbackinstrumente ist vorhanden, fällt jedoch in Abhängigkeit von den monatlichen Kosten sehr unterschiedlich aus. Für ein Internetportal, das um die fünf Euro pro Monat kostet, gibt es eine kleine, interessierte, involvierte und anspruchsvolle Zielgruppe. Bei einem geringen monatlichen Beitrag von etwa zwei Euro können etwa die Hälfte der Verbraucher(innen) erreicht werden. Dies setzt jedoch eine breite Kommunikations-Kampagne voraus, um den Nutzen der Feedbackinstrumente zu erklären. Für eine schriftliche Verbrauchsrückmeldung besteht eine geringere Zahlungsbereitschaft (möglicherweise weil in der Wahrnehmung vieler Verbraucher(innen) nur Portokosten anfallen). Nichtsdestotrotz gibt es eine 25 % starke Zielgruppe, die bereit ist, zwei Euro im Monat zu bezahlen. Überlegenswert ist, unterschiedliche Feedbackinstrumente, je nach Interesse und Involvement der Kund(inn)en, als Kundenbindungsinstrumente einzusetzen.

 

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